Damit Ihr Rasen atmen kann
Wie entsteht Rasenfilz:
Während des Sommers sammeln sich zwischen den Gräsern Mäh- und Pflanzenreste. So verfilzt mit der Zeit die Oberfläche- der Boden dichtet ab, Wasser und Luft und Nährstoffe gelangen nicht mehr an die Rasenwurzeln. Die Graspflanzen wachsen schlechter und die Rasenfläche sieht krank und ungepflegt aus.
WAS IST VERTIKUTIEREN:
Unter Vertikutieren versteht man das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Mulch (altes Schnittgut) und Moos zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu fördern. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertikal and to cut zusammengesetzt.
Der erste Vertikutiergang ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai zu empfehlen da der Rasen nach dieser Zeit regenerationsfähig ist.
Der Boden wird dabei millimetertief durch scharfe, versetzt angeordnete Messerscheiben eingeschitten.
Der unerwünschte Rasenfilz und abgestorbene Gräser werden aus dem Boden gerissen. Bei Geräten mit Fangsack wird das Material direkt aufgefangen. Beim Vertikutieren werden zum Teil auch nicht fest verwurzelte Gräser mit herausgerissen. Aus diesem Grund dürfen frisch angelegte Rasenflächen nicht vertikutiert werden.
Nach dem Vertikutieren ist meist eine Düngung zu empfehlen. Je nach Bodenbeschaffenheit sollte der Boden besandet werden. Bei einer nicht mehr dichten Grasnarbe ist gegebenenfalls eine Nachsaat sinnvoll.
Regelmäßiges Vertikutieren ist zur Gesunderhaltung einer attraktiven Rasenfläche ebenso wichtig wie Mähen und Düngen. In unseren Breiten kann je nach Wetterverhältnissen von April bis September vertikutiert werden.
Unser Tipp: Bei einer Bodentemperatur von ca. 8° C fängt der Rasen an zu wachsen. Das Vertikutieren macht dann Sinn.
Auch das Vertikutieren im Herbst ist zu empfehlen. Der Rasen wird so vor dem Winter noch einmal fit gemacht und unerwünschtes im Sommer gewachsenes Moos wird entfernt.
Quelle Sabo „Vertikutieren“