Gebrauchanleitung Weinfilter

Gebrauchsanweisung:

 

Einlegen der Filterschichten:

Filterschichten haben eine raue, grobe Einlauf-(Unfiltrat- oder Trubseite) und eine feine,

glatte Auslaufseite (Sieb- oder Filtratseite). Die Filtratseite ist mit dem Typ der Schicht und der Chargen-Nummer gekennzeichnet. Dies ermöglicht es jederzeit, auch bei gebrauchten Filterschichten, die Identität des Produktes zu bestimmen. Die Schichten werden mit der Einlaufseite gegen die Einlauf- oder Trubseite und mit der Auslaufseite gegen die Filtratseite der Elemente in den Filter eingelegt. Die Schichten sind dabei so zu zentrieren, dass sie auf allen Seiten vom Pressrand der Elemente erfasst werden, bzw. einige Millimeter zwischen den Elementen herausragen. Bitte auf sorgfältige Ausführung der Arbeit achten und keine verletzten oder gebrochenen Schichten verwenden.

 

Der Filterapparat wurde bereits vorher auf korrekten Zustand überprüft (z.B. Elastizität der Dichtungen).

 

Wässern der Filterschichten:

Der Filterapparat wird nun leicht zugepresst (etwa 50% der Presskraft) und mit Wasser (Trinkwasser) durch langsames Öffnen des Einlassventils gefüllt. Dabei soll der Filterauslauf gedrosselt werden, damit ein Gegendruck von etwa 20kPas (0,2 bar) entsteht. Während 5 Min. wässern, so dass auf allen Seiten der Filterelemente Wasser austritt und die Schichten durchgehend gut benetzt sind. Die Wässerung wird nun unterbrochen und das Filterpaket mit voller Kraft zugepresst. Bei kleineren Filtern hat sich in der täglichen Praxis das Wäs-sern von aussen gut bewährt.

 

Spülen der Filterschichten:
Das Spülen soll etwa 10 bis 25 Minuten dauern, in Filtrationsrichtung und mit der gleichen Leistung (L/m_*h) wie die anschliessend auszuführende Filtration des Produktes. Die Spülung erfolgt so lange, bis das Waschwasser klar und geschmacksneutral den Filter verlässt. Falls nichtwässrige Produkte, z.B. hochprozentige Destillate filtriert werden sollen, wird das Filterpaket von Anfang an so gut wie möglich, mit voller Kraft zugepresst.
 
Filtrationsbedingungen:
1.      Langsames Anfahren
2.      Stetiger, gleichmässiger Durchfluss
3.      Keine ruckartigen Wechsel der Filtrationsgeschwindigkeit (Druckstösse)
4.      Beachtung der empfohlenen Lei-stung (L/m2*h.)
     und des max. zulässigen Differenzdruckes
5.      Druckschläge bei Stillstand des Füllers vermeiden
            (Rückführung des Filtrates vor die Unfiltratpumpe).
            Möglichst keine Unterbrechung der Filtration
6.      Keine Einziehung von Luft

 

Grundsätzlich soll bei der Filtration ein gleichmäßiger Betrieb erfolgen, d.h. möglichst die Vermeidung von Druckstößen und Filtration ohne Unterbrechungen.

Der Differenzdruck während der Filtration sollte in der Praxis die von uns empfohlenen Werte nicht überschreiten. Bei der Vorfiltration sollte nicht über 3 bar gefahren werden; für die Klärfiltration ist ein max. Differenzdruck von 1,8 bar empfehlenswert, während für die Sterilfiltration der Differenzdruck nicht > 1,2 bar betragen sollte. Ist die Filtration beendet, so wird das verbleibende Produkt aus dem Filter entweder mit Wasser ausgeschoben oder der Rest wird als Unfiltrat abgelassen und gesammelt.

 

Beachten Sie bitte die empfohlenen Anströmungen pro m² und Stunde, um eine möglichst gute Standzeit der Schichten zu erzielen.

 

Regenerierung:

 

Filterschichten werden in der Regel durch Wasserspülung in Filtrationsrichtung regeneriert.

 

Der Filter wird zunächst 10-15 Minuten mit Kaltwasser gespült. Anschließend erfolgt eine Spülung über 10-15 Minuten bei 45°C , zum Schluss kann eine Spülung mit 80°C heissem Wasser notwendig sein.

 

Sterilisation:

Die Sterilisation des Filterapparates wird in Filtrationsrichtung ausgeführt. Es können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen:

 

A)     Heisswasser,

B)     Dampf oder

C)     Chemische Desinfektion.

 

A)     Heisswasser-Sterilisation:

 

Am sichersten wird eine Sterilisation mit Heisswasser von 85-90°C durchgeführt;

ausserdem ist Heisswasser für Schichten, Filter, Armaturen und Dichtungen schonender. Es wird im Durchlauf sterilisiert, oder, um Energie zu sparen kann auch im Kreislauf gefahren werden.

·Werden neue Schichten sterilisiert, dann soll der Filter nur leicht angepresst werden.

· Werden schon gebrauchte Schichten sterilisiert, und/oder sind im Filter-apparat         

  Kunststoffelemente eingesetzt, wird der Filter leicht  geöffnet (entspannt).

· Heisswasserzufuhr anschliessen, alle Auslaufventile und Hähne leicht öffnen.

· Filter mit Heisswasser aufheizen, bis an allen Ventilen und Hähnen auf der Ausgangsseite

  die erforderlichen Sterillisationstemperatur von 85°C erreicht ist.

· Die Temperatur ist während 20 min auf 85°C zu halten.

· Heisswasserzufuhr abstellen.

· Mit Kaltwasser den Filter auf Raumtemperatur abkühlen.

 

B)     Dampf-Sterillisation:

 

Niederdruckdampf 60kPas (0,6 bar), und  112°C ist gut geeignet. Vor der Dampfsterilisation müssen die Filterschichten mit Wasser benetzt sein!

 

C)     Chemische Sanitation:

 

Wir empfehlen nur die Verwendung von lebensmittelrechtlich zugelassenen Chemikalien, wie z.B. Schweflige Säure (SO2) von 0,2% in Wasser oder eine 0,2%ige Peressigesäure.

 

Es dürfen keine Produkte verwendet werden, welche aktives Chlor oder Chlordioxid enthalten. Diese Chemikalien greifen die Silikondichtungen des Filters an, was zu einer erheblichen Verkürzung deren Lebensdauer führt.

 

Hinweis zur Entsorgung von gebrauchten Filterschichten:

 

Gebrauchte Filterschichten aus dem Getränkebereich können umweltfreundlich entsorgt (kompostiert) werden. In Absprache mit der lokalen Behörde ist eventuell für kleinere Mengen auch eine Entsorgung mit dem Hausmüll möglich.

 

Gebrauchte Filterschichten aus der chemischen / pharmazeutischen Industrie müssen entsprechend den nun in der Filterschichten enthaltenen Trubstoffen / Rückständen als Sondermüll behandelt werden. Auskunft darüber erteilt ebenfalls die lokale Umweltbehörde.

 

Anwendungstechnische Beratung:

 

Bei Bedarf fordern Sie bitte entsprechende Unterlagen über weitere technische Daten oder spezielle Angaben über weitere Anwendungen an.

 

Haltbarkeit und Lagerung:

 

Filterschichten/Filtermodule sind geruchsneutral sowie in trockener und belüfteter Umgebung in Originalverpackung zu lagern.

 

Es wird empfohlen, die Filterschichten / Module innerhalb 36 Monate nach Herstellung aufzubrauchen. Im Zweifelsfall nehmen Sie bitte Kontakt mit Filtrox auf.

 

Quelle Filtrox AG St. Gallen Schweiz